Übersicht aller Renntermine des Jahres 2011.
Termin für "Eifelrennen" noch unbekannt
(mit Youngtimer-Procar-BMW M1 und BMW M3 DTM "TicTac").
Update am: 29.08.2011, 19:22:50
34. RCM DMV Grenzlandrennen mit kleinerem Starterfeld
Von Peter GH SebaldDie „Big Banger“ der GT3-Klasse, - AUDI R8 LMS, Mercedes SLS AMG GT3, Lambo und BMW M3 GT2, fehlten beim 6. VLN-Lauf ganz. Teilweise waren sie in Spa-Francorchamps beim 24h-Rennen am Start und teilweise war die Mission „24h-Rennen 2011“ erledigt. Mit 167 gemeldeten Teilnehmern war das Feld etwas dezimiert, aber keinesfalls uninteressant. Der VLN-Liebling BMW M1 von AH-Racing war am Start!
Nach dem Check-Up des Motors, den die Jungs um Mikey mal wieder in Rekordzeit eingebaut hatten, stand der M1 am Freitag wie gewohnt in Box 5.
Achim fuhr im freien Freitags-Training eine fantastische Zeit von 9.06 Minuten um den Kurs und bestätigte damit die richtigen Schritte in der Veränderung und Anpassung der neuen Komponenten der Aerodynamik.
Am Heck zeigten der neue Heckdiffusor und die Stellung des Heckflügels in Richtung maximaler Anpressdruck die Wirkung und der AH-Racing BMW M1 lag auf einigen Streckenabschnitten deutlich stablier.
Im offiziellen Training am Samstagmorgen fuhr Peter mit 10:46.882 eine für den 41. Startplatz ausreichende schnellste Runde, die „Pole“ hatte Armin Hahne mit dem MAMEROW Mercedes SLS AMG mit 09:32 inne, denn die relativ langsamen Rundenzeiten kamen durch typisches Eifelwetter nur zögernd zustande. Regen, Feuchtigkeit und streckenweise Nebel „verlangsamten“ nicht nur die Top-Fahrzeuge um circa 01:20 Minuten pro Runde! Achim fuhr die 09:06 am Freitag noch mit „gebrauchten“ Reifen und für das Rennen montierten die Jungs neue Slicks. Der M1 lief wunderbar und bei trockenem Wetter war das Ziel, die 9 Minuten zu „knacken“!
Peter Heinrich entschied sich, den ersten Stint zu fahren und startete, wie im Reglement vorgeschrieben, aus der dritten Startreihe zur 4-Stunden-Hatz durch die Eifel. Nach der ersten Runde wurde der M1 in Führung liegend erwartet...
Als Mikey auf dem Monitor den M1 im Streckenbereich Brünnchen verfolgte, brach plötzlich die Telemetrie-Übertragung ab. Nach wenigen Minuten meldete Peter Heinrich sich per Mobiltelefon bei seinen Jungs: „…….Jungs, tut mir leid, ich habe das Auto rausgeschmissen...“.
Was war geschehen? Peter versuchte in der Einführungsrunde die neuen Reifen „anzufahren“ und auf Temperatur zu bringen. Reifentemperaturen werden erzeugt durch Reibung und somit durch „Zick-Zack-Fahren“ und durch die sehr eingeschränkte Sicht im engen M1 übersah Peter einen noch nassen Streckenabschnitt und „verlor“ den M1, der im 2.Gang sein gewaltiges Drehmoment zeigte, den Gesetzen der Physik folgte und sich drehte.
Fahrer OK aber enttäuscht und traurig. M1 etwas „verbogen“. Aber nichts, was nicht wieder repariert werden kann. Rennwagen „können das ab“.
Beide AH-Racing BMW M1 im Renneinsatz in Belgien
Von Peter GH Sebald
Die „Sommerpause“ von 5 bzw. 7 Wochen zwischen VLN-Lauf 5 und dem 24h-Classic-Rennen bis zum nächsten VLN-Lauf am 30.Juli erschien nicht nur AH-Racing zu lange. So entschlossen sich Achim und Peter Heinrich, mal wieder ein „Heimrennen“ im wunderschönen Spa-Francorchamps zu fahren.
In Spa, quasi vor der „Haustür“ der Simmerather „Rennbuben“, fand vom 22. – 24. Juli ein Event der besonderen Klasse statt: Die „STT“ (Spezial Tourenwagen Trophy) veranstaltete mit den Machern der Youngtimer Trophy ein gemeinsames Rennwochenende in den Ardennen. Der „VLN“-M1 zählt aufgrund seiner umfangreichen Modifikationen nicht zu den klassischen „Youngtimern“ und darf somit nicht bei den Klassikern starten. Die Gegebenheit beider Veranstaltungen veranlasste AH-Racing, beide BMW M1 an einem Wochenende einzusetzen. Der VLN-M1 in der STT und der Procar-M1 bei den Youngtimern.
In der „STT“ starten Rennwagen, die in keiner anderen Veranstaltung mehr eine Zulassung haben oder die moderne Klassiker geworden sind. Aufgrund verschiedener neuer Erkenntnisse in aerodynamischer Hinsicht sah AH-Racing die Teilnahme in der STT als einen Funktionstest. Achim fuhr das Rennen in der STT, Peter Heinrich das Rennen in der Youngtimer-Trophy.
In den belgischen Ardennen herrschte an diesem Wochenende typisches „Eifelwetter“. Feucht, nass, kalt. Wechselhaft und unbeständig. Eine gute Trainingsrunde war ein Pokerspiel. Beim 1. Qualifying am Freitag fuhr Achim den M1 undramatisch ins Mittelfeld, ohne Risiko einzugehen oder den BMW M1 eventuell zu beschädigen. Die vorgenommenen Änderungen im aerodynamischen Bereich zeigten bei den wenigen Runden im 30-minütigen Trainingszeitfenster bereits Erfolg und im zweiten „Quali“ am Samstamorgen funktionierte der M1 gut.
Das „Quali“ für Peter Heinrich auf dem historischen Procar-M1 war aufgrund der Wetterbedingungen ebenfalls undramatisch und mit Vorsicht gefahren. Der M1 lief perfekt und kurz vor dem Start zum 1-stündigen Rennen am Sonntag fiel die richtige Entscheidung für Regenreifen.
Einige Teilnehmer pokerten im bekannten Spiel und setzten auf Slicks. Bei den teils noch nassen Streckenabschnitten und den nicht kalkulierbaren Wetterkapriolen in den Ardennen waren die ersten Rennrunden auf dem 7004 Meter langen Kurs mit durchschnittlich 3.20 Minuten pro Runde eher gemächlich als standesgemäß. So kam, was kommen musste: In der vierten Runde „flog“ ein Teilnehmer in der legendären Eau Rouge ab und veranlasste eine Safety Car-Phase, die jedoch kein Safety Car erforderte, sondern eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h für alle Teilnehmer. Bei Nichteinhaltung und Überschreitung der mit grünen Flaggen angezeigten 60 km/h gab es Zeitstrafen und das Bild der fahrenden Rennwagen mit 60 km/h auf einem Rennkurs erschien den Zuschauern wie ein Vorbeifahren vor einem Cafe auf einem Boulevard.
In der 6. Runde wurde das Rennen wieder freigegeben und Peter Heinrich jagte den BMW M1 Runde für Runde an die Mitbewerber vorbei, sprühte meterlange Flammen in die Landschaft und fuhr eine schnelle Runde nach der anderen.
In der 10. Runde lag Peter bereits auf dem 3. Gesamtrang, als der Pflichtboxenstopp anstand. Die „Pflicht-Standzeit“ betrug – inkl. Ein- und Ausfahrt – 3 Minuten und aufgrund des Wechsels von Regen- auf Trockenreifen stand der BMW M1 3:38 Minuten. Dabei wurde auch noch schnell eine gelöste und verlorene Schraube am Getriebe-Schaltgestänge repariert!
Durch den Boxenstopp fiel Peter im Gesamtklassement natürlich weit zurück. In der 12. Runde stand Peter aber schon wieder auf P20, in der 13. Runde P15, dann P13, P12, P11 und in der letzten Runde auf P8! Nach 17 Runden hatte Peter den Klassensieg in der Tasche und mit 2.43.997 Minuten auch noch die schnellste Rennrunde gefahren.
Der M1 mit der 347 stand nach dem Rennen makellos, ohne Kratzer oder Schäden im Fahrerlager und Peter Heinrich zeigte mal wieder, dass selbst nach über 30 Jahren der M1 noch unter Feuer steht.
Dass beide BMW M1 mit einer Erinnerung an den AH-Racing-Freund GEORG PLASA am Start waren, war für das Team eine Selbstverständlichkeit.
Den Sieg in der Klasse der Youngtimer widmet Peter Heinrich dem AH-Racing Freund Georg „Schorsch“ Plasa.
39. ADAC-24h-Rennen: „They Like It Not So Loud“
Von Peter GH SebaldDas Wetter war “typisch” Eifel. OK, Schnee gab es in Breitscheid nicht, aber am Donnerstag und Freitag hieß es am Ring teilweise „Land unter“.
Schon die Anreise am Donnerstag und das „check in“ im Fahrerlager war mit sintflutartigen Regenfällen nahe der Grenze zum „ertrinken“. Die Teammitglieder waren bis auf die Haut durchnässt, aber die nette Stimmung im Fahrerlager „Fahrsicherheitszentrum“ lies alle Teilnehmer gelassen bleiben. Das Fahrerlager-Szenario war optisch schön anzusehen, denn zwischen den Testabschnitten pflegt der Betreiber nette frisch gemähte Wiesen und ein angenehmes „Garten“-Ambiente, was nicht den Charakter der Betonburg in Sichtweite liegenden „Ring“ ausstrahlt. In der Youngtimer-Szene kennt man sich und geht sehr freundlich und nett miteinander um. Jeder freut sich, den Anderen mal wieder zu sehen. Und abends rauchen die Grills........
Bei der technischen Abnahme am Donnerstagabend verwies der technische Kommissar beim Anblick des BMW M1-Endrohres vorsichtig auf die Schallmessungen und dass Verstöße sofort nach Berlin gemeldet werden!
Bei den Original-Procar-M1 anno 1978 „gast“ es nach dem Fächerkrümmer direkt und nicht schallgedämpft in einem riesen Rohr direkt nach außen, aber AH-Racing hatte einen kleinen Schalldämpfer in der „Röhre“. So war man auf der sicheren Seite.
Das Training am Samstagmorgen war verregnet unangenehm kalt. Bei den Fahrbahnbedingungen gelang es keinem Teilnehmer, einen halbwegs gute Trainingszeit zu fahren und so war die Startaufstellung nicht das Maß der Dinge und nicht aussagekräftig. Der eigentlich in der Szene als Gewinnerfahrzeug gesetzte AH-Racing-BMW M1 lag aufgrund einer schwierigen Strategie im Training relativ weit hinten in der Startaufstellung.
Beim Start am Vormittag fuhr Achim den geplanten ersten Stint und kam nach der ersten Runde bereits auf Platz 7 zurück, in der zweiten Runde lag der AH-Racing-M1 bereits auf Platz 4, als Achim im Funk fallenden Benzindruck meldete und vorsichtshalber die Box ansteuerte. Da die Team-Schrauber keine Probleme feststellten, wurde der M1 vorsichtshalber randvoll getankt, um sicher zu gehen, dass bei den Querkräften nicht Luft in die Kugelfischer-Einspritzpumpe gelang.
Der Ablauf des Rennens war durchwachsen, denn Regen, Sonne, Regen wechselten sich in Minutenabständen ab und der richtige Reifen – Regen oder Slick – war ein Pokerspiel. Und plötzlich schallte es durch den Lautsprecher „..... ein Teammitglied von Startnummer 347 zur Rennleitung....“. Betroffen kam Mikey zurück: „..... wir sind zu laut, die wollen uns disqualifizieren.....“.
Entlang der Nordschleife „parkten“ schon einige Mitbewerber ihre automobilen Schätze, bis der Rennleiter nach circa eineinhalb Stunden das Rennen unterbrach. Zu groß war die Gefahr, zu viele Trümmerteile lagen schon verstreut und zu viele Teilnehmer hatten schon „Abflüge“. So standen kurze Zeit später alle Youngtimer in der Boxengasse und warteten auf die Entscheidung des Wettergottes und der Rennleitung.
Der Re-Start erfolgte ein paar Minuten vor dem geplanten Rennende und durch Zufall merkten die Teilnehmer, dass sie mal wieder fahren durften. Einige Teams bekamen fast „Schrey“-Krämpfe bei der Organisation, aber nach Ablauf des Rennens wurde der AH-Racing BMW-M1 noch als Klassensieger gewertet. Rennen beendet, kein Schaden, alles gut gegangen, - kein Grund zum „schreyen“.
Das Rennen gewann AH-Racing-Freund Daniel Schrey auf seinem Porsche, ohne „Schrey“-Krämpfe zu bekommen!
In der Theorie wäre für AH-Racing ein Platz auf dem Podium möglich gewesen. Aber das ist Racing, das ist die Eifel.
Das Thema „Youngtimer“ und die Originalität der Rennwagen mit „richtigem“ Sound muss bald neu definiert werden, denn der Gesetzgeber schraubt offensichtlich dem Spaß an der Freud und dem Sound der 70er und 80er Jahre gezielt die Kehle der „Freiatmung“ zu. Dann heisst es bald: „We Like It Not So Loud“.......
51. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen
Von Peter GH SebaldDer Dortmunder Motorsport-Club veranstaltete am 11. Juni sein 51. Rennen auf der Nordschleife. Der 5. VLN-Lauf war auch das letzte Rennen vor dem legänderen 14h-Rennen vom 23. bis 26. Juni.
Bei vielen Teams aus der SP9 und SP8-Klasse blieben die Renner in der Garage, um vor dem 24h-Rennen nicht noch Schäden zu produzieren. Bei den vorherigen Rennen waren alle Abstimmungsarbeiten für die mörderische 24h-Hatz erledigt und so nahmen am offiziellen Zeittraining „nur“ cirka 150 Fahrzeuge teil. Fünfzig weniger als bei den vorherigen Rennen!
Das Klima war fühlbar entspannter, da der „Streß“ der „BigBanger“, welche die Werke im Hintergrund hatten, nicht vorhanden war. AH-Racing hat mit dem BMW M1 keine Zulassung für das 24h-Rennen und so war der Renneinsatz an diesem Wochenende ein weniger gefahrloses Rennen, da die hyperschnellen GT3 nicht irgendwo aus dem Nichts auftauchen konnten!
Ob es an der Entspanntheit der gesamten Situation im Fahrerlager lag oder an der nicht enden wollenden Motivation, den BMW M1 über die Nordschleife zu fahren, bleibt ungeklärt. Fakten bewiesen beim samstäglichen Training am Morgen, das das „Gesamtpaket“ des AH-Racing BMW M1 stimmt, denn mit einer Trainingszeit von 9:06.995 fuhr Achim Heinrich nicht nur die schnellste Runde mit dem M1, sondern stellte den BMW in der Gesamtwertung auf den 39. Gesamtplatz in der Startaufstellung!
Das Reglement besagt, dass die Klassen „H“ in der 3. Startgruppe starten müssen und so war der Weg lang von der „theoretischen“ ersten Startgruppe bis nach Hinten. Aber der Weg lohnte sich. Und zwischenzeitlich begleiten treue M1-Fans das Team bis in die Startaufstellung! Beim „MINI“-Marketing würde man das nennen „....is it love.....?“.
Der Start erfolgte um 12:02 Uhr für die erste Startgruppe. Die dritte Startgruppe erhielt die Startflagge um 12:07 und der AH-Racing BMW M1 „flog“ in der Spitzengruppe auf die Mercedes-Arena zu. In der Anbremszone der Warsteinerkurve blockierten die Hinterräder und der Startfahrer Achim Heinrich drehte sich mit dem M1. Unbeschadet setzte Achim die Fahrt in langsamer Fahrweise zurück in die Box, um die Ursache des Drehers eruieren zu lassen.
Nach dem ungeplanten Boxenstopp stieg Peter Heinrich in den M1 und drehte konstant und völlig problemlos seine Runden. Der erste geplante Boxenstopp zum Fahrerwechsel und um tanken erfolgte in der geplanten Zeit. Obwohl Peter Heinrich beim Boxenstopp die eine und andere Unregelmäßigkeit im Fahrverhalten mitteilte, „ging“ der BMW M1 gut und das Trainingsergebnis zeigte, dass ein Ergebnis unter die Top 25 an diesem Wochenende realistisch gewesen wäre Die schnellste Rennrunde fuhr Achim in Runde 17 mit 9:07.602 und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 160.363 km/h!
Um 15:30 funkte Achim, dass sich Regen im Hatzenbach niederschlägt. Die Wolken am Himmel deuteten nichts Gutes! Ein paar Minuten setzte der Regen auf dem Grand Prix-Kurs ein und wenige Minuten später auf der gesamten Nordschleife.
Eine weise Entscheidung traf der Rennleiter um 15:47 Uhr: Rennabbruch! Zu groß war die Gefahr für die Teilnehmer, auf dem Abrieb und dem Öl auf der Stecke abzufliegen.
Aufgrund der Wertung kam der AH-Racing BMW M1 trotz des Boxenstopps in die Wertung und hatte als Sieger in der Klasse noch einen Wehrmutstropfen für die AH-Racing-Jungs bereit.
Der nächste VLN-Lauf findet am 27. August statt. Der AH-Racing M1 wird wieder dabei sein.
Es wird laut vor dem 24h-Rennen
Von Peter GH Sebald
„We like it loud" heist eine CD von Scooter. Damit meinte er vielleicht den BMW M1 von AH-Racing. Bei 148 Phon dröhnt nämlich die Eifel. Auch ohne SCOOTER!
Wie alljährlich veranstaltet der ADAC Nordrhein im Rahmenprogramm vor dem legendären 24h-Rennen ein Rennen mit ehemaligen 24h-Rennwagen aus der Vorzeit. Auf besondere Einladung entschied AH-Racing kurzfristig, den ProCar BMW M1 mal wieder auf die Strecke zu schicken, denn seit dem Engagement mit dem VLN-BMW M1 tristet der schöne „Oldie“ ein Schattendasein in der Werkstatt.
Der Procar-M1, der in der Saison 2009 noch als „Testträger“ fungierte, um einige Komponenten für den neuen VLN-BMW M1 zu testen, wird momentan in seinen Original-Zustand zurückgebaut. Kein Renn-ABS, keine elektronischen Hilfsmittel und kein Kat. Der ProCar BMW M1 atmet „frei“ und direkt nach dem Auspuffkrümmer strömen die Abgase über ein Mega-Endrohr ins Freie.
Die Geräuschkulisse der ProCar-BMW M1 ist auf dem Level der Formel1 –Motore, hart an der Schmerzgrenze. „Die Tage des Donners“ der Oldtimer beginnen am „Donnerstag, 23. Juni 2011, im Fahrsicherheitszentrum am Nürburgring. Das Fahrerlager im GP-Kurs-Gelände ist beim 24h-Rennen brechend voll, denn im Rahmenprogramm starten noch 200 „NeunElfer“ in einer Porsche-Veranstaltung und so rollen die „Oldtimer“ über die Bundesstraße B 258 zur Startaufstellung. Ein Novum bei einer Rennveranstaltung, dass die Rennwagen über öffentliche Straßen zum Rennen fahren, - ein absolutes Erlebnis für die Fans, die neben ihren Straßen-Daihatsu (Gesundheit!) plötzlich einen reinrassigen Renn-M1 sehen oder spüren.
Am Donnerstag findet von 11:30 bis 13:30 Uhr das Qualifikationstraining für die ADAC- 24h-Classic statt, das über die gesamte Strecke des Nürburgrings führt. Im 2-Stunden-Quali wird die Startaufstellung für das Renner „herausgefahren“. Der AH-Racing-BMW M1 Procar wird – wie in der Vergangenheit – vermutlich sehr weit vorne stehen....
Am Freitag, 24. Juni, sind die „Oldies“ die ersten, die die Eifel mit ihrem „zarten“ Weckruf jenseits der 140 Phon aus dem Dämmerschlaf holt. Von 08:30 bis 09:25 Uhr geht es in die ritualisierte Startaufstellung und um 09:25 Uhr geht es in die Einführungsrunde. Das 3-Stunden Rennen über den Gesamtkurs startet um 09:45 Uhr. Mit viel Glück wird um 12:45 Uhr der in den Werksfarben von 1978 lackierte ProCar-BMW M1 von AH-Racing vorne sein. Drückt die Daumen!
53. ADAC H&R-Cup mit traumhaften Starterfeld
Von Peter GH Sebald
Dass es in der Exklusivität, quantitativ und qualitativ, immer noch eine Steigerung geben kann, fragt sich der Zuschauer bei den VLN-Rennen seit einem Jahr. Die „Breitensport-Rennserie“ VLN mutiert zu einem Schaulaufen der Supersportcars der GT3-Extraklasse.
Die Nennliste von über 200 Fahrzeugen wurde angeführt von Mercedes AMG SLS GT3, Porsche GT3 R und RSR, AUDI R8 GT3, Lamborghini Gallardo GT3, ASTON MARTIN „Zagato“, FERRARI 458 Italia und CORVETTE. Der Exklusive N.Technology P4/5 Competizione von Cameron und Glickenhaus fehlte aber an diesem Wochenende.
Der 4. VLN-Lauf am 28. Mai war für die „Big Banger“ der letzte große Test vor dem 24h-Rennen. Der Eigenbau-Ferrari des Amerikaners Glickenhaus hatte im Vorfeld seine „Ring-Prüfung“ bereits absolviert und blieb aus Sicherheitsgründen Zuhause. Dafür war der AH-Racing BMW M1 wieder am Start.
Das Wochenende war wettermäßig wieder mal ein Traum und die Jungs von AH-Racing reisten am Freitagmorgen voller Freude zum Ring. Drei Tage zuvor fuhren Peter und Achim Heinrich im belgischen Spa beim „freien“ Fahren einen Funktionstest, um ein Setup des Fahrwerks und eine neue Reifenmarke zu testen. Der BMW M1 funktionierte fantastisch und problemlos.
Samstagmorgen fuhr Achim Heinrich im Training eine 9:26.750 mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 154,792 km/h. Durch die fehlende Erfahrung mit dem neuen Reifen, den man erst „kennenlernen“ musste, gingen circa 20 Sekunden verloren. Peter Heinrich "... jetzt ist es ein richtiger Rennwagen, zackig, aggressiv, präzise im Einlenken..... da sind noch locker 20 Sekunden drin..." So sollte es sein und so war das Ziel.
Durch einen Unfall eines AUDI R8 LMS am Vormittag, wodurch eine Sicherheitseinrichtung an der Rennstrecke beschädigt wurde, konnte das um 12:00 Uhr zum Start geplante Rennen erst um 12:44 offiziell gestartet werden, da die Reparaturen der Leitplanke sich verzögerten. Die dritte Startgruppe, in der AH-Racing mit dem „historischen“ Rennwagen aufgrund des Reglements starten muss, ging um 12:33 Uhr in die Einführungsrunde für die 4h-Hatz durch die sonnige Eifel.
Peter Heinrich fuhr erstmalig den ersten „Stint“ und bis zum ersten Stopp zum Tanken und Fahrerwechsel. Nach fast 2 Stunden Rennzeit steuerte Peter Heinrich die Box und nach dem Betanken und dem allgemeinen Check-up ging Achim Heinrich auf die „Reise“.
In den wenigen Minuten beim Boxenstopp tauschen sich die Fahrer auch aus, wie es auf der Strecke aussieht, wo Gefahr lauert durch liegengebliebene Fahrzeuge oder wo eine Ölspur und wo gelbe Flaggen sind. Auch der technische Zustand des Fahrzeuges wird besprochen und man tauscht sich aus, wo vielleicht das eine oder andere Problem entstanden ist und worauf der Fahrer achten sollte.
Peter Heinrich war extrem zufrieden mit seinem Rennwagen, stellte jedoch während seines Stints fest, dass es pro Runde vielleicht ein- oder zweimal zu einem Schaltfehler im Getriebe kommt. Durch einen „falschen“ Gang in einem bestimmten Streckenabschnitt gehen dann mal schnell ein paar Sekunden verloren.
Achim Heinrich steuerte nach 2:15:27.482 Fahrzeit die Box an, denn über Funk erfuhr die Crew, dass diese ominösen Schaltprobleme bei Achim vermehrt auftraten. Da das „Schaltproblem“ nicht sofort lokalisiert werden konnte, entschieden sich Peter und Achim Heinrich, den Rennwagen vorsorglich abzustellen, bevor größere Schäden an der Technik entstehen.
Das Projekt „BMW M1“ von AH-Racing war von Anfang an ein „Fan“-Projekt und das Ziel war, den Fans am Nürburgring und auf der Nordschleife ein schönes und seltenes Rennfahrzeug zu zeigen. Der Fan möchte einen schönen Rennwagen sehen, - den wunderschönen BMW M1 von AH-Racing. Competition auf Biegen und Brechen würde vielleicht den Verlust des Exoten nach sich ziehen. Damit würde der Fan eines seiner „Lieblingsfahrzeuge“ verlieren.
Das tut AH-Racing den Fans nicht an...... Mit einer Rundenzeit von 9:13.600 und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 158.469 km/h zeigte Peter Heinrich im Rennen, wie viel Potential noch vorhanden ist und was der Fan noch zu erwarten hat.
Wenn Peter und Achim Heinrich am 11. Juni beim 5. VLN-Lauf wieder am Start sind, dann „finden“ sie vielleicht wieder 10 Sekunden und bald sind die magischen 9 Minuten „geknackt“......
Heavy-Metal-Queen rockt BMW M1 sogar in New York
Von Peter GH Sebald
Eine Begegnung der besonderen Art erfuhr ein Teammitglied von AH-Racing.
Bei einem privaten Treffen mit DORO PESCH, Heavy Metal-Queen seit fast 30 Jahren, sah sie die Jacke mit der schönen Bestickung und war begeistert „... Was hast Du denn für eine geile Jacke an.....“.
DORO, selbst BMW-Fan, fand die Jacke passend zu ihrem eigenen Thema „... (bald) 30 Years And Still On Fire....“ (in der Heavy-Metal-Branche).
“Du bekommst eine Jacke von uns...” war versprochen!
Ein paar Tage später in Düsseldorf hatte DORO „ihre“ versprochene Jacke und probierte sie sofort an. Größe „M“ passte und DORO war aus „dem Häuschen“ vor Freunde.
„..... Klasse, passt, da kann ich sogar noch einen Pullover drunter anziehen und in New York ist es ja auch kalt....“.
DORO, die soeben von einer Südamerika-Tour zurück kam, wird die exklusive AH-Racing-Jacke nun bald in New York tragen, wo sie wohnt.
Die AH-Racing-Jacke „rockt“ nur 30 Besitzer, denn es gibt nur 30 Exemplare der Jacke! Rock on!
2. VLN-Lauf vor Traumkulisse
Von Peter GH Sebald
Beim zweiten Rennen, dem 36. DMV 4-Stunden-Rennen, war der AH-Racing BMW M1 wieder am Start.
Bis zwei Tage vor dem ersten Renneinsatz schraubten und testeten die Mannen um Achim und Peter Heinrich am BMW M1. Wie bei vielen anderen Teams geht selbst nach einer Winterpause von fast 6 Monaten im letzten Moment die Zeit aus. Ein ungeschriebenes Gesetz des Rennsports lautet „nach dem Rennen ist vor dem Rennen“. Eine Pause gibt es in diesem Sinne nicht.
Der M1 stand am Freitagmorgen pünktlich in Box 5. Nach den zahlreichen kleinen Modifikationen und Verbesserungen im Detail war geplant, den M1 auf Funktionsfähigkeit zu testen und abzustimmen. Vermessungen, Einstellungen und Konfigurationen auf dem Radlastwagen und den Vermessungsgeräten sind kein Garant für ein perfektes Setup, sondern nur eine Grundeinstellung. Das Fahrverhalten auf der hochkomplizierten Nordschleife erfordert diffizile Einstellungen, die auch dem Fahrer angepasst werden müssen.
Das erste Rennwochenende war somit als reines Testrennen und so gingen Peter und Achim Heinrich am Freitagnachmittag zu den ersten Testrunden auf die GP-Schleife. Nach ein paar Runden konnten die ersten Analysen besprochen werden und die eine oder andere Verbesserung in der Einstellung von Grad, Minuten und Sekunden umgesetzt werden.
Technisch lief der M1 absolut perfekt. Motor, Getriebe, Elektronik und die Steuergeräte funktionierten traumhaft. Schwieriger zeigte sich das Setup des Fahrwerks. Durch die Telemetrie lesen Mikey und Co. jede Bewegung mechanischer Komponenten auf dem Display auf dem Notebook ab und erkennen so, wo wann welches Bauteil wie reagiert.
Lars Gutsche, der fachkompetente Streckensprecher am Nürburgring, interviewte den Teamsprecher Peter GH Sebald zum Einsatz des Fan-Projektes „BMW M1“, da der AH-Racing BMW M1 auch bei den „Offiziellen“ zum Liebling am „Ring“ gehört. Den Fans in der Eifel wurde erklärt, dass der M1 sehr wohl perfekt läuft, das Rennen jedoch als Abstimmungstest gefahren wird und die Fans sich keine Gedanken machen müssen, wenn der M1 immer wieder in die Box fährt.
Punkt 12:00 Uhr wurde das Rennen gestartet, bei traumhaften Wetter und einer Zuschauerkulisse, die dem 24h-Rennen gerecht werden könnte. Über 50.000 Zuschauer erlebten rund um den Gesamtring ein unglaublich spannendes Rennen mit über 200 (!) Teilnehmern. Wie geplant, kam Startfahrer Achim Heinrich nach wenigen Runden immer wieder in die Box, um das Fahrverhalten des M1 zu besprechen und um zu überprüfen, wo gegebenenfalls noch die eine oder andere Schraube „gedreht“ werden könnte.
Um 14:02 Uhr zeigte der Monitor den AH-Racing-M1 auf der GP-Strecke und die Kameras verfolgten den Liebling der Fans auf seiner Testrunde. Im Streckenabschnitt „Hatzenbachbogen“, den Achim mit 250 km/h locker durchfahren kann, brach das Heck aus. Achim „lehnte“ den M1 an die Leitplanke und stieg unverletzt aus.
Ein kurzer Checkup durch den Arzt ergab kein Ergebnis und Achim war fit, aber todtraurig. Der BMW M1 stand vor der Tribüne T12a und die Fans trauerten mit. Der BMW M1 ist extrem stabil konstruiert und durch den Käfig im Innenraum hat der Rennwagen eine Stabilität, die einen kleinen Ausrutscher verzeiht.
Die Karosserie des BMW M1 besteht aus vielen Kunststoffteilen, die sehr filigran sind und schnell zerbrechen oder beschädigt werden können. Der M1 wird in den nächsten Wochen wieder repariert und wieder „hübsch“ gemacht. AH-Racing ist ein kleines Privatteam, das mit „Herzblut“ und privaten Engagement am Rennwagen schraubt. So wird das nächste Rennen am 14. Mai ausfallen, da in Simmerath gedengelt, geklebt, laminiert und lackiert wird. Und wenn der Gott der Nachtarbeit den Jungs gut gesonnen ist, steht der M1 am 28. Mai wieder in Box 5.
Beide AH-Racing BMW M1 sind auf dem Salzburgring eingeladen
Von Peter GH Sebald
Im Rahmen des „Austria Histo-Cup’s“ 2011 wird AH-Racing einer Einladung der besonderen Art folgen. Vom 09. Bis 11. September findet auf dem Salzburgring nicht nur das Rennen des österreichischen Histo-Cup’s statt, sondern auch ein BMW M1-Revival.
An diesem September-Wochenende, das sich leider mit dem Eifelrennen und dem Tourenwagen-Revival am Nürburgring überschneidet, werden beide AH-Racing BMW M1 zusammen mit mehreren Dutzend Straßen-BMW M1 und einer Vielzahl von PROCAR-BMW-M1 an einem Show-Laufen der besonderen Art teilnehmen. Mit großer Sicherheit wird der technisch absolut reizvolle und höchstinnovative AH-Racing VLN-BMW wieder im Mittelpunkt der technisch versierten Fans stehen.
Es wird laut im Salzburger Land. Sehr laut an diesem Wochenende, denn wenn „freies“ Blasen erlaubt ist, zittern die Berge bei der Lautstärke von über 148 Phon, welche die Original-Procar-BMW M1 damals erzeugten und Heute noch in die freie Wildbahn trompeten.
BMW M1 können das – und dürfen das! Feuer frei in Austria.
Neues Design an der Front für optische „M1“-Erkennung
Von Peter GH Sebald
Ende März waren die Test- und Einstellfahren für die Saison 2011. Und am 02. April war der erste Lauf zur VLN 2011. Der AH-Racing BMW M1 stand nicht – wie gewohnt – in Box 5. Zahlreiche Fans fragten nach ihrem „Liebling“ ...
Der M1 stand seit einigen Tagen in der Lackiererei. Nach den massiven Umbauten und Neueinbauten der Leichtbauteile wurde das Auto einer Komplettlackierung unterzogen. Das Design des letzten Jahres bleibt grundsätzlich, jedoch wurde dem höheren Erkennungswert des BMW M1 mehr Rechnung getragen.
Die komplette Front designete Gerd Weitzel im letzten Jahr in Dunkelblau. Aufgrund der dunklen Farbe war die legendäre „Niere“ des BMW M1 nicht klar und deutlich erkennbar. (viele jüngere Fans kannten den BMW M1 ja überhaupt nicht als BMW-Modell!).
Unser Freund, der Car-Designer GERD WEITZEL, nahm die Tastatur seines PC’s und zauberte mit gekonnten Tastenspielereien ein leicht verändertes Design an der Front.
Nun sieht der M1 – nach Aussage einiger Fans – dynamischer und etwas „pfeiliger“ aus und wird am 29. bis 30. April wieder in Box 5 stehen.
1.200 Kilogramm-Gewicht in Sichtweite
Von Peter GH Sebald
Unser Freund „Schorsch“ Georg Plasa, der der Extremsportler am Berg ist und der mit Milligramm arbeitet, gab den Jungs von AH-Racing eine „Extrem-Steilvorlage“: jeder überflüssiger Gewindegang ist ein Gramm zuviel! Das war die Winterzeit-Vorgabe.
Aber nicht nur die Gewindegänge sind Gewichtsvorteile. Der Original-Procar BMW M1 hat sehr schwere Bauteile in den verschiedenen Karosserieteilen.
Unser Polyformen-Bauer fertigte neue Formen wie zum Beispiel die Klappe auf dem „Kofferraum“.
In CFK hat er für uns verschiedenen Komponenten in dieser Leichtbauweise gefertigt und durch den Einbau und den Ersatz durch die schweren Original-Bauteile erreichten wir bereits in den ersten Wochen eine Gewichtsersparnis von fast 70 Kilogramm.
Durch Glasfaser- und Carbonfaser-Staub glich die heimische Werkstatt zeitweise einem Puderzucker-Lager, denn überall und in den kleinsten Ecken lag der Staub von den Schleifarbeiten.
Durch konsequenten Leichtbau wie auch bei den Radkästen im Motorraum und durch den Einsatz von Carbon-Glasfaser erreicht der AH-Racing BMW M1 nach und nach sein Traumgewicht, ohne hungern zu müssen.
Neue Pedal-Einheit wird eingebaut, Wärmetauscher wird umgelegt
Von Peter GH Sebald
Der BMW M1 war in seiner Grundkonstruktion ein „Supersportwagen“ in der damaligen Zeit. Auch Heute noch sind Supersportwagen eng und eingeschränkt im Innenraum.
Durch das Renn-ABS drückt der Fahrer beim Bremsen mit einem Druck von über 90 Kilogramm auf die Pedale und braucht durch die Hebelwirkung in den Beinen enormen Kraftaufwand. Achim Heinrich sitzt im engen Renn-M1 mit extrem angewinkelten Beinen im Rennsitz, da die Pedaleinheit und die Sitzeinheit nicht ergonomisch genug verstellt werden können.
In den Supersportwagen im einundzwanzigsten Jahrhundert werden permanent Neuentwicklungen und Verbesserungen eingebracht. So fährt der FORD GT mit einer Pedaleinheit, welche kontruktionsbedingt mehr Freiraum im Fußraum bringt, da die Zylinder der Pedale „vor“ den Pedalen sitzen und so die Pedaleinheit um ein paar Zentimeter nach „hinten“ gesetzt wird.
Der eine oder andere Fan wird Tränen in den Augen haben, wenn er sieht, wie unser M1 massiv mit Trennscheibe und Säge behandelt wird, aber „es ist ein Rennwagen“ und Rennwagen können das...
Im Motorraum herrscht extreme Enge und extreme Hitze. Um den Temperaturhaushalt in Grenzbereichen zu halten, wurde bei der Konstruktion ein Wärmetauscher implantiert. Um im Reparatur- und Wartungs-Rhythmus an die einzelnen Bauteile zu kommen, ist manchmal Kreativität beim Einbau gefragt. Der Wärmetauscher direkt neben dem Motorblock im Motorraum war nicht zugänglich, ohne viel ausbauen zu müssen.
Noch nie wurde bei einem BMW M1 ein Wärmetauscher so kreativ verbaut wie bei AH-Racing: in der Mittelkonsole, dort wo die Wasserrohre entlang geführt wurden. Mit Säge und Flex – aber ein M1 kann das...
Neuaufbau und technische Überholung
Von Peter GH Sebald
Obwohl der AH-Racing BMW M1 bei den Rennen in der Saison kaum größere Schäden erlitten hatte, war das Programm für die Wintermonate klar definiert: leichter, besser, schöner, schneller.
Wie in jedem anderen Team wurden auch in Simmerath alle technischen Komponenten ausgebaut und auf Verschleiß oder Schäden überprüft. Der Motor kam zum Motorenbauer, denn eine Revision ist grundsätzlich nach drei bis vier Rennen von Nöten, um zu erkennen, welche Bauteile bei der maximalen Beanspruchung welchen Verschleiß erkennbar zeigten.
Das Fahrwerk des AH-Racing BMW M1 stammt aus der damaligen Bauzeit des BMW von 1978 bis 1980. Die Fahrwerkskomponenten dreißig Jahre später sind auf dem Stand der Technik und hochmodern. Unsere Industriepartner lieferten AH-Racing perfekte Produkte.
Vor dreißig Jahren gab es noch keine Technik wie sie Heute angewendet wird. Aus diesem Grund stand auf der „To Do“-Liste „Fahrwerk“ ganz dick unterstrichen. Um den extremen Belastungen auf der Nordschleife fahrwerksseitig entgegenwirken zu können, sind zahlreiche Wirkungsgrade zu berücksichtigen.
Um zu bestimmen, wie welche Wirkungsgrade wie und wann einsetzten und das Fahrverhalten beeinflussen, nimmt man in der heutigen Zeit die Technik der Digitalisierung in Anspruch. Zu diesem Zweck kam der AH-Racing BMW M1 – und damit weltweit der einzige BMW M1 überhaupt – in den Genuss der Digitalisierung.
Durch die Erkenntnis können Anlenkpunkte, Aufhängungspunkte und Radien und Grade optimiert werden, um in das Fahrverhalten größere Flexibilität und Stabilität einzubringen. Ein Grad Sturz oder ein paar „Minuten“ Vorspur“ können beträchtliche Zeitvorteile im Renneinsatz bringen.
Auch beim Fahrwerk versuchen wir, das Gewicht der ungefederten Massen zu optimieren, indem wir leichtere Bauteile wie zum Beispiel Radträger aus Aluminium einplanen.
